Netzwerken im Mittelstand: Ein Schlüssel zum Erfolg

Shownotes

Info zum BVMW - Der Mittelstand

Kreisverband Paderborn:

Hans-Jürgen Altrogge

hans-juergen.altrogge@bvmw.de

www.bvmw.de

Infos zum Podcast:

Das Navi für Lackierbetriebe - der Beschichter-Podcast von Markus Vüllers Coaching

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Markus Vüllers: Hallo Hans-Jürgen, schön, dass wir uns heute im Podcast treffen und uns über Netzwerken im Mittelstand unterhalten dürfen.

Hans-Jürgen Altrogge: Ja, hallo Markus, danke für deine Einladung.

Markus Vüllers: Ja, diesen Podcast gibt es schon etwas länger, das heute wird die Folge Nummer 31. Und ich suche mir immer Themen aus und lade gerne Gäste ein, wo man dann nicht im Monolog über irgendein Thema spricht. Und dieses ganze Thema Netzwerken, ist mir immer ein ganz wichtiges Anliegen, weil nur durch intensive Netzwerke lernt man Leute kennen, kann sich weiterentwickeln und man lernt immer was dazu. Und da ist der BVMW ja prädestiniert. Du bist der Leiter des Kreisverbandes vom BVMW im Hochstift Paderborn und in Höxter. Und wäre vielleicht für den Einstieg mal ganz gut, wenn du ein bisschen was zu dir erzählst und zum BVMW.

Hans-Jürgen Altrogge: Mein Name ist Hans-Jürgen Altrogge Markus, du hast es schon gesagt. Ich sitze hier in Salzkotten bei Paderborn und bin für das Hochstift bis zur Weser verantwortlich. bin schon seit zehn Jahren auch selbstständig, habe eine eigene Agentur, berate dort Kommunen und andere... Institutionen. Aber mein Herzblut liegt natürlich beim Mittelstand. Dort betreue ich über 200 Unternehmen hier in der Region, die vom Soloselbstständigen bis zum Großunternehmen mit 2.000, 3.000 Mitarbeitern führen. Da ist der Mittelstand nicht groß definiert. Und das macht mir sehr viel Spaß. Ich bin viel draußen, ich bin viel bei Unternehmen und bin natürlich dann auch Veranstalter, aber da kommen wir gleich noch mal zu.

Markus Vüllers: Ich bin seit 1,5 Jahren Mitglied in BVMW und muss sagen, ich bin total begeistert über das Angebot, was wir hier regional in Paderborn und Umland haben. Ich versuche eigentlich immer bei allen Veranstaltungen auch dabei zu sein. Das ist schon ziemlich klasse, was du hier so auf die Beine stellst an Veranstaltungen, auch die Vielfalt, es da gibt. Und was ich besonders cool finde, dass das Ganze deutschlandweit funktioniert. Wenn ich also irgendwo unterwegs bin, ich gucke tatsächlich Bevor ich abends irgendwo gelangweilt im Hotel rum sitze, gucke ich, ob es da irgendwo in der Nähe BVMW-Veranstaltungen gibt und habe so auf der Schiene schon mal in Hamburg und in Rostock Veranstaltungen besucht und das finde ich besonders klasse.

Hans-Jürgen Altrogge: Ja, das natürlich ein bisschen der Corona-Zeit auch geschuldet, wo wir nicht live da sein können, dabei sein können. Das machen wir natürlich am liebsten. Und ein Unternehmer, ich sag mal, riecht am liebsten Öl abends, oder Unternehmerin. In einem Unternehmen zu sitzen und etwas Praktisches zu bekommen oder etwas aufgeregtes in einem Unternehmen kennenzulernen, wo man sonst noch mal nicht hinkommt, das ist toll, das ist live. Aber durch die Möglichkeiten, die es heute über Zoomen und Teams etc. geht, ist eben das auch möglich.

Markus Vüllers: Ja.

Hans-Jürgen Altrogge: auch nicht immer ein Star gleich hier vor Ort, der kostet viel Geld. Aber mit einem Podcast oder einer Videoaufzeichnung, Online-Treffen ist natürlich viel mehr möglich. Und von der Seite aus mixe ich auch mal so bisschen. Auch mal online etwas zu präsentieren für unsere Mitglieder in ganz Deutschland. Aber dann am liebsten natürlich dann für meine Region hier das Hochstift.

Markus Vüllers: Ja, und wir waren jetzt vor einigen Wochen, gab es dann so eine Gemeinschaftsveranstaltung mit Bielefeld. Da hat es für mich dann auch ganz konkrete Kontakte gegeben, denen sich dann sogar anschließend auf der geschäftlichen Seite was entwickelt wird. Also mit Elena zusammen den Podcast zum Thema Wissenstransfer in der Lackierbranche, den wir machen, den wird es nicht geben. Und wir hätten uns tatsächlich nicht kennengelernt ohne den BVMW.

Hans-Jürgen Altrogge: Das macht das eigentlich aus. Lied natürlich, sagst Netzwerk ist wichtig. sozusagen, ich nenne mich selber Vollblutnetzwerker. Das mache ich schon seit über 20 Jahren über dem BVMW hinaus. Und das Beispiel, du nannt, ist wirklich so. Die Elena hat sich selbstständig gemacht, hat mich in Bielefeld auch schon öfter bei Veranstaltungen gesehen und fragte mich, ob sie nicht mal in Paderborn auch dabei sein dürfte. Natürlich darf sie in Paderborn auch dabei sein und du bist sogar nicht der einzige, den sie hier getroffen hat bei Veranstaltungen. Und da entsteht eine lebhafte Kooperation. Und das macht mich natürlich auch ein bisschen stolz, dass ihr euch an mir vorbei, sag ich mal, trefft, euch was aufbaut und neue Marktmöglichkeiten auch findet. ob das jetzt zwischen Bielefeld und Paderborn oder Höxter oder Soest ist oder das Sauerland, das ist mir eigentlich ganz egal.

Markus Vüllers: Ja, ich finde das total gut. Also das ist genau das, was das Netzwerken ausmacht. Ich mache das auch schon von Anfang an. Also Netzwerke im Lackverband. Ich war natürlich immer schon jemand, der sich gerne auf Präsenzveranstaltungen tummelt. Und natürlich die Online-Formate, die jetzt durch Corona gepusht worden sind, genauso wie du das gesagt hast, die sind auch gut, etwas zu lernen. Aber es gibt halt verschiedene Dinge. Weiteres Thema, ich sage mal mit Carsten Fest mache ich einige Geschichten zusammen, weil das Thema Lean und die Produkte, die die bei Senne Products herstellen, natürlich auch für Lackier- und Beschichtungsbetriebe Relevanz haben. Und so entstehen natürlich Dinge, dass man über den Tellerrand gucken kann und man immer wieder neue Ideen sammelt. Also das eine super Geschichte.

Hans-Jürgen Altrogge: Das ist auch ein bisschen, die kommen gleich noch mal dahinter, was auch meine Zukunft ist. Und es gibt es schon, oder meine Vorgänge, ich bin die dritte Generation, ich bin zwar auch schon 60, aber ich bin schon die dritte Generation, die andere ist sogar schon gestorben. Seit über 20 Jahren, seit 25 Jahren gibt es den BVMW hier in Paderborner Land. Und es ist natürlich auch immer ein Gleichgewicht zu schaffen zwischen Dienstleistern für den Mittelstand, aber auch den Mittelstand, der es benötigt, die Produktion. der Handel, die Lackiererei und das ist wichtig. Also wenn ich nur produzierendes Unternehmen hätte bei den Veranstaltungen wäre das nicht gut und wenn ich nur Dienstleister hätte, die nur Coaches und Berater sind, wäre das auch nicht gut. Der Mix macht eigentlich den Erfolg und den musst du jeden Tag, musst du wieder neu dich hinterfragen, hast du den richtigen Mix, kommen die richtigen Leute zu den Veranstaltungen, wen lädst du ein, wen könntest du noch einladen, auch über die Region dann hinaus.

Markus Vüllers: Ja, und es fühlt sich, denke ich, auch für die Teilnehmer und für die Mitglieder sehr gut an. Ich erlebe das also bei mir. Ich finde das total gut, dass der BVMW politisch Stellung bezieht, dass das ein deutschlandweites Netzwerk ist, dass in den Angeboten natürlich Dinge dabei sind, die dann mal in Berlin stattfinden oder ein Thema, was für mich im letzten Jahr halt so ein echtes Highlight war. Das war der Besuch der Digital X in Köln. Da wäre ich ohne eine BVMW-Mitgliedschaft. Erst mal nie auf die Idee gekommen. Und wenn dann über so ein Netzwerk natürlich dann auch noch die Vorteile da sind, dass man Eintrittskarten bekommt und dann halt eben sich dann in einen Teil dieses großen Ganzen fühlt, dann ist das schon eine ziemlich coole Sache. Das macht schon richtig Spaß.

Hans-Jürgen Altrogge: Das macht ja die Attraktivität auch aus. Natürlich hat ein Verband, es gibt viele, hundert Verbände, glaube tausende von Verbände in Deutschland, glaube allein 60 Verbände in Deutschland, die irgendwie das Wort Mittelstand mit im Logo haben oder im Claim haben und man muss sich dort ein bisschen absetzen. Also Mittelstand und Verband ist für mich nicht nur etwas, wo man Mitgliedsbeiträge bezahlt. und dann ist gut, sondern dass man dort auch immer wieder neue Ideen schafft und ich wünsche mir natürlich, dass wir durch solche Videos, wie wir heute auch drehen hier, das live, auch Unternehmen wie du es bist, sagen, das ist toll, ich fahre auch mal gerne nach Köln oder nach Berlin oder es wäre nicht mal super, wenn wir eine Messe besuchen, versuch doch mal uns mit Eintrittskarten, das ist ja alles möglich, aber es ist eben sehr schwierig in heutigen Zeit, nur mit E-Mails und ein Briefchen Leute zu begeistern, sondern es muss gelebt werden. Und da fordere ich auch immer Mitglieder, wie du es ja auch tust, auf mitzumachen, neue Ideen einzubringen und mich einfach mal zu fragen, wäre es nicht mal schön diese Veranstaltung zu machen oder einfach mal Bus zu chartern und nach Berlin zu fahren.

Markus Vüllers: Ja, und das, was mir gefällt, sind ja unterschiedliche Formate, die ihr auch tatsächlich anbietet. Also größere Geschichten, aber auch so, ich sag mal kleinere, überschaubare Runden wie diese Expertenringe, die dann stattfinden und die dann halt mit dem Abendessen irgendwo im Hotel angeboten werden oder so dieses Meeting Mittelstand. Da habt ihr ziemlich viele Formate im Programm.

Hans-Jürgen Altrogge: Ja, manchmal bin ich schon am überlegen, wie ich das noch alles in die Reihe kriege, dass man nicht irgendwann 20 Veranstaltungen mit 20 Formaten hat. Das geht auch nicht. Aber ich möchte natürlich auch jedem jeder Branche gerecht werden. Und sehr interessant sind im Moment auch so ein bisschen zielgruppenorientierte Veranstaltungen nur für Frauen zum Beispiel. Gibt es auch andere Kollegen machen Veranstaltungen nur für Männer.

Markus Vüllers: Ja. Ja.

Hans-Jürgen Altrogge: Oder nur für den jungen Mittelstand, dass sich Unternehmerinnen kleiner 40 Jahre oder jünger 40 Jahre treffen und austauschen, die kommunizieren ganz anders. Die wollen gar keine Powerpoints haben und nur Wissen vermittelt haben. Die wollen reden miteinander. Wie machst du das? Wo krieg ich vielleicht Geld her? Finanzierung? Wie läuft das mit der Nachfolge? Mein Papa möchte aufhören. Wie habt ihr das geregelt? Das ist für die interessant. Und du hast es gerade angesprochen, die Experten. die Dienstleister für den Mittelstand. Der Expertenring ist was besonderes hier, ich glaube sogar in ganz Deutschland. Wir haben über 300 Dienstleister für den Mittelstand in 16 verschiedenen Fachbereichen. Auch der Flughafen oder ein Spediteur mit 100 LKW ist ein Dienstleister für den Mittelstand, aber eben auch beratende Unternehmen wie Du's bist für einen ganz bestimmten Lackierfachbereich, auch Steuerberater, Rechtsanwälte und die tauschen sich nicht nur im Kreis Paderborn und Hochstift aus, sondern da packen wir einfach auch noch das Sauerland mit dazu und auch noch den Kreis Soest. Dann haben wir schon eine ziemlich große Region hier im Umkreis 80 Kilometer, die noch gut erreichbar ist, wo man sich abends trifft. Ich glaube, dass du nicht alle deine Kollegen in Winterberg kennst. Jemand aus Sundern, nicht unbedingt jemand aus Hövelhof. Das ist einfach so bisschen das Ziel, was wir haben, uns dort zu treffen, dann auch gemütlich zu essen. Immer schön im Hotel ein, zwei, drei Gangmenü. Das muss auch sein, das Drumherum. Aber eben auch Wissen zu vermitteln, einmal als Impuls. Aber dass ihr euch auch dann untereinander unterhaltet. Und da ist auch noch was Besonderes, dass wir euch... Selbst wir vernetzen euch. sagen an welchem Tisch du sitzen könntest, damit du super tolle Gesprächspartner hast. Und ich glaube, das ist zwar viel Arbeit, aber das macht es aus.

Markus Vüllers: Ja, absolut super. Kann ich eins zu eins bestätigen? Und das ist eigentlich das, was mir die letzten anderthalb Jahre wirklich super gefallen hat. Gibt es eigentlich irgendwelche Reglementierungen? Wer kann Mitglied werden im BVMW? Was muss der mitbringen? Irgendwelche Eingangsvoraussetzungen?

Hans-Jürgen Altrogge: Nein, gibt es nicht. Ich hatte es eben angesprochen, natürlich sind wir ein Verband, der von etwas leben muss. Wir sind ja auch täglich unterwegs, wir machen Veranstaltungen, wir fahren raus, wir haben ein Büro, haben Mitarbeiter und das wird durch Mitgliedsbeiträge bezahlt. Dann ist das Ganze eben ein EV, ein Eigentragender Verein. und die Dienstleistungen oder den Nutzen hast du gerade schon genannt. darf dann, wenn ich Mitglied bin, in allen Veranstaltungen in Deutschland daran teilnehmen. Teilweise auch in vergünstigter Form, dass man sagt, da kriegst du 30 Euro Preiserlass, wenn du BVMW-Mitglied bist. Und du kannst eben auch kündigen, wenn du irgendwann mal sagst, mir geht's grad nicht gut oder ich bin weggezogen oder ich werde mein Unternehmen aufgeben. Dann kann man natürlich auch beim BVMW ganz normal kündigen wegen jeden Verein auch. Ansonsten gibt es keine Reglementierung. Wir haben auch Angebote für Bürgermeister. Wir haben auch Angebote für Unternehmen wie Phoenix Contact oder Sixt oder Enercon größere Unternehmen, sagen, wir sind auch noch ein bisschen Mittelstand. Wir haben zwar 10.000 Mitarbeiter, aber wir kommen aus einem familiengeführten Unternehmen. Wir sind kein Großkonzern, keine Aktiengesellschaft und wir möchten das mitleben, dieses was der Mittelstand ausmacht. auch dafür haben wir einen Senat, einen Wirtschaftssenat auf Landesebene und Bundesebene. Die treffen sich dann in Deutschland in größeren Firmen, vielleicht aber auch auf Mallorca oder irgendwo in Italien.

Markus Vüllers: Ja, ich würde jetzt ganz gerne mal so bisschen den Schwenk machen, dass wir mal so ein bisschen in den Mittelstand reinschauen in die Unternehmen. Du kommst ja in ganz viele Betriebe rein, hast ganz viele Videos, die du aufzeichnest mit Unternehmern und hast eigentlich immer so den Finger am Puls der Zeit. Wie erlebst du aktuell die Situation im Mittelstand?

Hans-Jürgen Altrogge: Die Situation im Mittelstand ist genauso wie man Mittelstand auch schwer greifen kann. hat eben schon gesagt, mit einem Mitarbeiter fühlt sich als Mittelstand, ist aber bei uns schon Mittelstandmitglied und eben ein Großkonzern. Es gibt Unternehmen, wir sind hier in Paderborner Land, haben wir 250 IT-Unternehmen geschuldet aus der Historie Nixdorf und Universität. Das ist natürlich ein sehr starkes Fund, denen geht es meistens sehr gut. Die sind deutschlandweit unterwegs, die haben das Thema Digitalisierung, Transformation, IT, IT Security, Internet, Web, Social Media, alles was man sich vorstellen kann. Und dann gibt es natürlich auch Traditionsunternehmen in den Metallverarbeitenden Bereichen, die natürlich sehr stark von Branchen abhängig sind. Automobilbranche weiß gerade nicht, wo sie richtig hinläuft. E-Autos sollen kommen, müssen kommen, kommen auch, kommen aber nicht so in der Möglichkeit wie es ist. Da sind die sehr stark im Moment am wanken und es fehlen Aufträge. Das bildet sich natürlich dann auch in den Mitarbeiterstrukturen und Rekrutierung ab. Wir waren letzte Woche ja noch bei einer Veranstaltung, da ging es Personalwesen, Transformation, Chat, GPT, alles KI, was man dort einsetzen kann. Die einsetzen schon ein, die sagen, ich brauche dringend sechs Mitarbeiter. Ich kriege die gar nicht und die anderen sagen ich habe keine Aufträge mehr für meine Mitarbeiter Ich glaube ich muss den Laden zu machen also diese Gespräche habe ich fast täglich von ganz schlecht bis ganz gut in der Summe Geht es eigentlich den unternehmen hier im Paderborner land die zu 99 prozent wirklich Mittelstand sind außer die Firma Benteler ist fast alles hier Mittelstand Geht es noch recht gut

Hans-Jürgen Altrogge: sagen die Unternehmer jedenfalls auch in den Befragungen. wenn man schon mal reinfühlt, wie ich das eben auch mache, so nach einer Viertelstunde ist oft das Eis gebrochen beim Unternehmer. Man sagt ihm ja schon, wo er seine Probleme findet und sucht, wo wir jetzt vielleicht gleich auch noch darüber sprechen können. Aber es gibt immer auch Unternehmen, denen geht es richtig klasse. Die haben ihren Weg gefunden in der schwierigen Zeit und jeder Unternehmer hat im Moment natürlich große Herausforderungen.

Markus Vüllers: Ja, ich bin ja auch der Meinung Ich komme ja auch viel in den kleinen mittelständischen Lackierbetrieben rum. Und es ist vielleicht ein Phänomen in der deutschen Wirtschaft, dass doch sehr viel an vielen Stellen gejammert wird. Manchmal aber auch dieses Jammern über irgendwelche Medien dann in den Vordergrund gezogen wird. Und in Wirklichkeit ist es gar nicht ganz so schlimm, wie es immer dargestellt wird in der Gänze. Finde ich also total klasse, dass du also ein Bild zeichnest. das gerade so für die Region hier im Hochstift und Umland doch gar nicht so negativ aussieht.

Hans-Jürgen Altrogge: Also es ist immer, ich mach das natürlich schon traurig, wenn jemand kündigt. wenn er dann sofort kündigt, heißt das eigentlich, dass er insolvent ist, dass Laden vorbei ist oder übernommen wurde von jemand anderes. Das macht mich schon traurig. Und die Großwetterlage, da müssen wir jetzt nicht ganz drauf eingehen, aber die Großwetterlage, politische jetzt vier Wochen vor der Wahl, ist natürlich sehr aufgeregt und Mich macht es auch traurig, wenn man sagt, Made in Germany is out, wir sind die schlechtesten in Europa. Das färbt natürlich auch in eine Region ab, wie wir es sind. in die Motivation der Mitarbeiter und auch der Geschäftsführung, die sagen, warum mache ich das eigentlich noch? Und hier sind wir alle gefordert, wir und die Politiker natürlich auch, vielleicht auch wieder im Netzwerk. Dort haben wir auch Möglichkeiten, eben in Berlin den Politikern zu sagen, egal welcher Parteien, am Mittleren Parteien, wo es langgehen muss, damit es dem Mittelstand und der Wirtschaft auch zukünftig wieder gut geht.

Markus Vüllers: Ja, ich erlebe das ja. Die Lackier- und Beschichtungsbranche hat ja schon so einige Besonderheiten, die dann auch das Leben für die Zukunft, gerade auch wenn es Klimatisierung, nicht Klimatisierung, Klimawandel geht, Herausforderungen gegenübergestellt ist. Umweltschutz im Bereich der Lösemittel, die immer noch im Einsatz sind. Und da sind natürlich schon entsprechende Anforderungen, die in den Betrieben umgesetzt werden müssen. Bezogen auf Umweltschutz, auf umweltfreundliche Verfahren, Transformationsprozesse hin zu nachhaltigen Wirtschaften in den Produktionsbereichen, Ressourceneffizienz, Energieeinsparung. Also alles Dinge, die in der Lackbranche natürlich auch ziemlich zuschlagen. Welche Anforderungen hörst du in den Unternehmen, die die Unternehmen an eine zukünftige Bundesregierung stellen?

Hans-Jürgen Altrogge: Man möchte natürlich wieder in ruhigerem Fahrwasser fahren. möchte stabilere Rahmenbedingungen haben.

Markus Vüllers: Hm?

Hans-Jürgen Altrogge: Das bedeutet, dass die Bürokratie ein bisschen eingeschränkt werden muss. Dass es einfacher ist, etwas durchzubekommen. Oder wenn ich eine Halle benötige für meine Produktion, dass ich nicht noch monatelang auf Bodengutachten warten muss. Und dass die Bürokratie, obwohl wir in der der Digitalisierung sind, immer weiter zunimmt, immer mehr gefordert wird. Und auch Richtung Nachhaltigkeit, alles was aus Brüssel kommt, Nachhaltigkeitsberichte, die jetzt gerade noch die großen Unternehmen schreiben müssen, schon schreiben müssen, die über 40 Millionen Umsatz haben, bedeutet aber auch, ihre Lieferanten für die großen, auch für VW und Ford und die großen Unternehmen, die Lieferanten müssen das ja auch mitmachen und sie werden irgendwann am Ende der Lieferkette, werden sie auch gefragt, bist du nachhaltig, was machst du mit deinen Mitarbeitern und wo lässt du deine Schadstoffe und das macht natürlich einige Unternehmen im Moment ziemlich schlaflose Nächte rein und das muss besser werden, wo es hingeht, welche Partei gerade das richtige Mittel hat. ist eben im Wahlkampf viel versprochen, was nachher nicht eingehalten wird. Was mich ein bisschen freut oder wo ich irgendwo auch sage, da müssen wir vom Mittelstand oder auch sind wir vom Verband ausgefordert, ist, dass das Thema Wirtschaft wieder einen höheren Stellenwert bekommen hat. In allen Parteien.

Markus Vüllers: Absolut,

Hans-Jürgen Altrogge: Also man hat sehr stark lange Jahre lang auf das Soziale geachtet. Mindestlohnenerhöhungen, soziale Gerechtigkeit, müssen weniger arbeiten. Aber so langsam haben alle Parteien es auch begriffen, dass irgendjemand das Geld einsacken muss, beziehungsweise irgendwo verdient werden muss und dass es gute, langfristig sichere Arbeitsplätze geben muss. Ansonsten funktioniert das ganze Thema nicht. Und das ist eigentlich der Schlüssel zum Erfolg. Und wenn wir vom Mittelstand, da sind wir jetzt wieder im Netzwerken, wenn wir da eine Rolle spielen können. und das mitmachen können, das wird ein Unternehmer nicht alleine schaffen. Das sehe ich nämlich gerade so, dass ein Unternehmer mit den ganzen Themen konfrontiert wird. Transformation, ich bin Babyboomer, wer übernimmt meinen Laden überhaupt, wie kriege ich neue Mitarbeiter, wie kann ich überhaupt die ganzen Gesetzeslagen bezüglich Nachhaltigkeit etc., was alles auf mich zukommt und zukommen wird, wie kann ich dem noch gerecht werden und das macht die ziemlich mürbe und daher versuche ich eben auch sehr viele Veranstaltungen zu machen. letztes Jahr vier Veranstaltungen im Bereich Energie gemacht. ob man seinen Server zukünftig eine Windkraftanlage stellt oder welche Förderprogramme es gibt, sein Haus zu renovieren, seine Halle zu renovieren, wie man PV-Anlagen mit Speicher-Einheiten nachhaltig und energieautark gestaltet. Alles super Themen. den einen ganz wichtig, der andere macht es schon. Aber da ist der Unternehmer gerade sehr stark hin und her gerissen und hat immer natürlich noch aus der Historie heraus

Hans-Jürgen Altrogge: ja nicht gerne dritte einbinden. hatte das wirklich in meinem Bereich Digitalisierung, dass jemand sagte, müsste ich machen, habe ich aber wenig Ahnung von. Meine Mitarbeiter haben so viel zu tun, ja, die IT-Abteilung will auch nicht, aber ein Dritten nämlich auch nicht, das kostet nur viel Geld und der will nur Geld haben, der will nachher sich hier einnisten und das möchte ich auch nicht. Und da muss man beratend tätig sein oder solche Veranstaltungen auch planen und man sagt, es geht auch anders und du musst dich einfach auch extern beraten lassen, damit du noch nach vorne kommst.

Markus Vüllers: Ja, jetzt haben wir ja die Chance, dass tatsächlich vielleicht durch einen Wechsel dann auch so einige dieser Wünsche und der Erwartungen im Mittelstand umgesetzt werden. Und was in deinen Worten ja auch immer rauskommt, und da sind wir uns zu 100 Prozent einig, da sind wir absolut auf der gleichen Welle. Wenn jeder für sich alleine da irgendwelche Dinge umsetzen möchte und für sich alleine im eigenen Saft schmort, dann entwickelt er sich nicht weiter. Und das ist ja genau der Titel eigentlich auch des heutigen Podcasts Netzwerken im Mittelstand und unser Appell, ich glaube, da sind wir uns auch einig, ist gute und starke Netzwerke schaden nur dem, der sie nicht hat und der Appell, sich halt in solche Netzwerke einzubringen und mitzumachen.

Hans-Jürgen Altrogge: Bitte.

Markus Vüllers: Ich möchte noch einen ganz kleinen Ausblick auf das Jahr 2025 werfen. Der BVMW hatten richtig dickes Jubiläum, glaube ich.

Hans-Jürgen Altrogge: Ja, ich hatte das Kleine eben schon angesprochen, dass 25 Jahre hier in unserer Region gearbeitet wird, aber der BVMW selber, hat sein 50-jähriges Jubiläum, das ist schon enorm, sag ich mal, kurz nach Kriegsende, hatte sicherlich damals auch noch richtig einen anderen Stellenwert, besonders auch noch mal, wo die Grenzen offen gemacht wurden, Richtung neue Bundesländer. Dort kannte man ja Marketing und Wirtschaft und Zusammenhänge gar nicht, musste man umdenken. Dort hat hatten wir einen sehr großen Boom auch erst mal gehabt. Und das wird gefeiert am 9.4. in Berlin natürlich, weil man dort auch die Politiker, egal wer nachher an der Macht sein wird, aber auf jeden Fall wird Herr Lindner, Herr Habeck und auch Herr Söder mindestens schon mal dabei sein, das weiß ich jetzt schon. Einige andere dann vielleicht auch, je nachdem wer gewählt wurde. Und es gibt auch noch eine Ausstellung dazu, abends eine kleine Party. Und da werden bis zu 8000 Gäste erwartet. 8.000 Mittelständlerinnen und Mittelständler und das feiern wir einfach auch mal ganz groß und wir möchten einfach zeigen, dass wir das Wort des Mittelstands sind, weil wir eben auch parteiunabhängig sind. Das heißt, sagen jeder Partei die Meinung, was gut und was schlecht ist und sind da nicht irgendwie in irgendeiner Form von irgendeinem gebunden.

Markus Vüllers: Ja, wir blicken nach vorne. Es wird wieder viele spannende Veranstaltungen geben im laufenden Jahr. Das ist ja noch relativ frisch und die erste Veranstaltung war schon oder du hast schon mehrere gehabt, bei der ersten, wo wir uns dann auch getroffen haben. Für die Zuhörer und Zuschauer vielleicht noch der wichtige Hinweis. Ich verlinke alle Kontaktdaten innerhalb der Show Notes, unterm Podcast oder auch in dem Video, was es dann geben wird. Du wirst wahrscheinlich dieses Video dann auch auf deiner Webseite noch einstellen. Ja, und wenn Fragen sind, ist jeder herzlich eingeladen, sich an uns zu wenden. Bleibt mir nur noch zu sagen, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, dass wir heute diesen Podcast gemeinsam aufzeichnen konnten. Und ich spiele dir den Ball für ein Schlusswort rüber.

Hans-Jürgen Altrogge: Da bin ich ja Markus. Ja, das ist nett von dir, Markus. Erstmal schönen Dank für diesen Podcast. Auch der erste in dieser Form, den ich immer machen durfte, mit dir, der da auch sehr firm drin ist und wie es gerade gesagt hat, ist auch mit anderen Mitgliedern, ich gut kenne und vielleicht sogar war ich einer derjenigen, der euch zusammengebracht hat oder mit zusammengebracht hat, das freut mich sehr. Und ich kann eben alle Mittelständlerinnen und Mittelständler nur einladen. Veranstaltungen zu besuchen, wissen, Anzueichenden aber auch im Austausch mit anderen Unternehmen zu bleiben aber eben auch das hat man jetzt kaum angesprochen Das wird mir finden auch in viele sehr gut ich komme eben auch aus ich besuche Unternehmen ich gucke mir einfach an was produzieren sie Was gibt es für Dienstleistungen gibt es Probleme möchte man andere Märkte rein wir haben heute auch nicht über Ausland gesprochen werden 60 Auslandsdepandancen an möchten man in Dubai gerne eine Depandance aufbauen kann ich was zu sagen haben wir Fachkräfte Leute für. sind alles viele Themen, kriegt man wirklich. Ein Kollege von mir sagt mal Kittelbrennfaktor.

Hans-Jürgen Altrogge: Wichtig ist für ein Unternehmen etwas zu verändern oder neu auszurichten, das kriegt man in einem persönlichen Gespräch hin. Und da bin ich gerne bereit. Ich bin in 20 Minuten überall bei mir im Hochstift. War gut fast eine Stunde bis zur Weser, aber das ist auch kein Problem, Sie zu besuchen. Und das macht vielleicht auch das Leben, das Netzwerken auch. Es muss einfach gelebt werden. Und ich brauche immer wieder eine Input von Ihnen und von den ganzen Mittelständlern. Das war mein Schlusswort.

Markus Vüllers: Ja, das war ein super Schlusswort. Vielen Dank. Vielen Dank für deine Zeit. Und wir treffen uns spätestens auf der nächsten Veranstaltung wieder. Bis dahin. Ciao.

Hans-Jürgen Altrogge: Ja, danke euch sehr sicher. Ciao.

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